{"id":3775,"date":"2023-12-06T10:08:08","date_gmt":"2023-12-06T10:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/beta.caminhosdefatima.org\/santuario\/"},"modified":"2023-12-14T17:48:45","modified_gmt":"2023-12-14T17:48:45","slug":"das-heiligtum-von-fatima","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/caminhosdefatima.org\/de\/das-heiligtum-von-fatima\/","title":{"rendered":"Das Heiligtum von F\u00e1tima"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pilgerort und Kunstraum <\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die unterschiedlichen Wege und ihre Verl\u00e4ufe f\u00fchren uns im Geiste einer echten Pilgerreise nach F\u00e1tima. Die Ankunft am Heiligtum ist ein Moment der Begegnung mit einem symbolischen Ort, an dem Religion und Kunst miteinander verwoben sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Heiligtum liegt auf der Cova da Iria, einem ehemals einsamen Gel\u00e4nde, auf dem den drei Hirtenkindern im Jahre 1917 die Jungfrau Maria erschien. Auf diesem von Olivenb\u00e4umen und Steineichen besiedelten Gebiet wurde das Heiligtum errichtet, und hier entwickelte sich das St\u00e4dtchen F\u00e1tima, dessen Geschichte untrennbar mit der Geschichte der Erscheinungen und dem Bau des Heiligtums verkn\u00fcpft ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser von einer wilden und sch\u00f6nen Natur gepr\u00e4gten Umgebung wurden die drei Hirtenkinder (Jacinta, Francisco und L\u00facia) im Jahre 1917 Zeugen der ersten Erscheinung der Jungfrau Maria \u00fcber einer dieser Steineichen. Von dieser alten Landschaft ist heute im Bereich des Heiligtums eine gro\u00dfe Steineiche nahe der Kapelle erhalten, die am Ort der Erscheinung errichtet wurde, dort, wo fr\u00fcher ein Steineichenb\u00e4umchen stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Heiligtum ist nicht nur ein Ort der Begegnung f\u00fcr Pilger und Besucher und eine St\u00e4tte des Glaubens. Es ist auch ein Ort, an dem die Kunst sich in ihrem eigenen Raum entfalten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Heiligtum stellt ein monumentales Ensemble dar, bestehend aus der Kapelle der Erscheinungen (1919 errichtet), der Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz und der Dreifaltigkeitskirche.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von F\u00e1tima und die Dreifaltigkeitskirche unterscheiden sich in ihrer \u00c4sthetik und architektonischen Gestaltung. Ihre r\u00e4umliche Aufteilung auf zwei entgegengesetzten Ebenen schafft den gro\u00dfen Raum f\u00fcr das Gebet, in dem sich Millionen von Pilgern und Pilgerinnen versammeln. F\u00fcr alle Pilger und Pilgerinnen gut sichtbar erhebt sich die Kapelle der Erscheinungen, die durch die gro\u00dfe \u00fcberdachte Galerie gesch\u00fctzt wird und einen Ort des Gebets und wichtiger religi\u00f6ser Zeremonien einsehbar l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Architektur und Kunst sind im gesamten Heiligtum in einer kostbaren und komplexen Verbindung pr\u00e4sent. Sie antworten auf die Herausforderungen des Ortes, des Klimas und der Materialien, aber vor allem der spirituellen Haltung, die die unterschiedlichen K\u00fcnste verst\u00e4rken und reflektieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Grundstein f\u00fcr die Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, ein Werk von Gerardus Samuel van Krieken (1864 &#8211; 1933), wurde am 13. Mai 1928 gelegt. Die Weihe der Kirche fand am 7. Oktober 1953 statt. Der Fassade der Basilika ist eine imposante Treppe vorgelagert, die in eine Kolonnade aus der Feder des Architekten Ant\u00f3nio Lino (1909-1961) \u00fcbergeht. In ihrer formalen Struktur umarmen die Basilika und die Kolonnade als ein Amphitheater, das sich der Welt \u00f6ffnet, den weiten Raum des Gebets, der f\u00fcr die spirituelle F\u00f6rderung und die Teilnahme an der Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen bestimmt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bildhauerische Ensemble der Kolonnade (ab 1953 gestaltet) zeugt von der Kreativit\u00e4t der Bildhauer und Bildhauerinnen \u00c1lvaro de Br\u00e9e (1903-1962), Ant\u00f3nio Duarte (1912-1998), Leopoldo de Almeida (1898-1975), Salvador Barata Feyo (1899-1990), Domingos Soares Branco (1925-2013), Maria Am\u00e9lia Carvalheira (1904-1998), Sousa Caldas (1894-1965), Vasco Pereira da Concei\u00e7\u00e3o (1914-1992), Irene Vilar (1930-2008), Jos\u00e9 Manuel Mouta Barradas (geb. 1960) und V\u00edtor Godinho Marques (geb. 1964). Die Skulptur, die das Unbefleckte Herz Mari\u00e4 darstellt, das am 13. Mai 1958 im Zentrum der Fassade der Basilika angebracht wurde, ist ein Werk des Bildhauers und Dominikanerm\u00f6nchs Thomas McGlynn (1906-1977).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Inneren der Kirche befinden sich repr\u00e4sentative Kunstwerke. Maria Am\u00e9lia Carvalheira (1904-1998) schuf die Skulptur des Heiligen Dominikus. Martinho Felix de Brito schuf die Werke des Heiligen Antonius Maria Claret und des Heiligen Jean Eudes. Ant\u00f3nio Amaral Paiva ist Sch\u00f6pfer der Skulptur des Stephan I. der Heilige. Die Darstellung der Hirtenkinder wurde einem zeitgen\u00f6ssischen Bildhauer und einer zeitgen\u00f6ssischen Bildhauerin \u00fcbertragen. Jos\u00e9 Rodrigues gestaltete den Heiligen Francisco Marto, und Clara Men\u00e9res schuf die Heilige Jacinta Marto.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 14 vergoldeten Bronzen der Mysterien des Rosenkranzes von Martinho de Brito zeugen von emotionaler Spontaneit\u00e4t und einer koh\u00e4renten bildhauerischen Sprache.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hochrelief des Gew\u00f6lbes der Hauptkapelle stammt aus der Hand von Maximiano Alves (1888-1954), die Glasmalerei der Seitenaltare, die die Litanei der Jungfrau Maria in Bilder \u00fcbersetzen, wurden von Jo\u00e3o de Sousa Ara\u00fajo (geb. 1929) entwickelt; die 15 Mosaike wurden von Fred Pittino (1906-1991) gestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich des Heiligtums erhebt sich die Krippe, die 1999 vom Bildhauer Jos\u00e9 Aur\u00e9lio (geb. 1938) f\u00fcr den Au\u00dfenraum in einer modernen Sprache voll Symbolik und ikonografischen Verweisen geschaffen wurde. Ein 5 Meter hohes Dreieck aus Edelstahl bildet einen Engel mit erhobenen Fl\u00fcgeln, der die Geburt Jesu verk\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dreifaltigkeitskirche, die am 12. Oktober 2007 geweiht wurde, schuf einen neuen Dialog der Ann\u00e4herung und Gemeinschaft in der Meditation, dem Gebet und der Kommunion. Das Werk des griechischen Architekten Alexandros Tombazis (geb. 1939) schloss nationale und internationale Kunstwerke mit ein, um so einen bewussten Dialog zwischen Architektur und Kunst zu initiieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kunstwerke der neuen Kirche wurden K\u00fcnstlern und K\u00fcnstlerinnen von weltweitem Ruf in den verschiedenen Bereichen zeitgen\u00f6ssischen k\u00fcnstlerischen Schaffens anvertraut. \u00c1lvaro Siza-Vieira (geb. 1933) gestaltete die Fliesenwand, die den Aposteln Petrus und Paulus gewidmet ist und sich im unteren Bereich der Kirche befindet. Pedro Calapez (geb. 1953) schuf das Haupttor. Francisco Provid\u00eancia (geb. 1961) zeichnete die Namen der Apostel, denen die Seitent\u00fcren der Gebetsst\u00e4tte gewidmet sind. Der kanadische K\u00fcnstler Joe Kelly schuf ein Kunstwerk in unz\u00e4hligen Sprachen auf der Vorderwand aus Glas. Der Slowene Ivan Rupnik gestaltete das vergoldete Mosaik des Neuen Jerusalem der Apokalypse des Heiligen Johannes, das die Wand des Altarraums schm\u00fcckt. Die irische K\u00fcnstlerin Catherine Green schuf das gro\u00dfe Kruzifix aus Bronze \u00fcber dem Altar. Der Italiener Benedetto Pietrogrande gestaltete f\u00fcr den Altarraum das Bild der Maria aus Carrara-Marmor. Im Freien errichtete der deutsche K\u00fcnstler Robert Schad das Gro\u00dfe Kreuz des Heiligtums von F\u00e1tima, und der Pole Czeslaw Dzwigaj entwarf die monumentale Statue von Papst Johannes Paul II.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pilgerort und Kunstraum Die unterschiedlichen Wege und ihre Verl\u00e4ufe f\u00fchren uns im Geiste einer echten Pilgerreise nach F\u00e1tima. Die Ankunft am Heiligtum ist ein Moment der Begegnung mit einem symbolischen Ort, an dem Religion und Kunst miteinander verwoben sind. 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